Erste urkundliche Erwähnung
Bischdorf taucht erstmals als „Bischofdorff" in den Geschichtsbüchern auf.
„Bischdorf" — im südlichen Teil des Spreewaldes gelegen — tauchte erstmals 1415 unter dem Namen „Bischofdorff" in den Geschichtsbüchern auf. Ein kleines Dorf mit großer Geschichte.
Bischdorf taucht erstmals als „Bischofdorff" in den Geschichtsbüchern auf.
Die Kirche aus dem 14. Jahrhundert erhält ihren markanten spitzen Backsteinturm.
Jahrzehntelang prägt der Tagebau Seese das Dorf. Landwirtschaftliche Flächen und einzelne Häuser am Ortsrand fallen dem Bergbau zum Opfer.
Der ehemalige Tagebau wird geflutet und soll zu einem attraktiven Erholungsgebiet werden.
Bischdorf wird zum schönsten Dorf des Landkreises Oberspreewald-Lausitz gekürt — eine Auszeichnung, die seitdem mehrfach verteidigt wurde.
Dorf & Kirche
Bischdorf besitzt einen schönen Dorfanger, in dessen Mitte die gotische Feldsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert steht — mit einem markanten neugotischen Backsteinturm von 1895. Die Straße teilt sich im Ort und bildet eine längliche Insel, auf der die Kirche thront. Daneben erinnert ein Denkmal an die Gefallenen und Opfer beider Weltkriege.
Bergbaugeschichte
Bischdorf wurde durch den Tagebau Seese geprägt wie kaum ein anderes Dorf der Region. Zunächst von der Westseite durch den Streckenbau der Kohlebahn betroffen, folgte Anfang der achtziger Jahre mit dem Tagebau Seese-Ost die Beeinträchtigung von Nord- und Ostseite. Landwirtschaftliche Flächen und Häuser am Ortsrand mussten dem Bergbau weichen. Seit Mitte 2000 wird der ehemalige Tagebau geflutet — der entstehende Bischdorfer See soll künftig als Erholungsgebiet dienen.
Nach der Wende
Nach 1989 ist in Bischdorf viel passiert. Straßen wurden neu gepflastert, Fußwege angelegt und die Straßenbeleuchtung modernisiert. Auch der Dorfteich, unmittelbar an der Kreisstraße nach Calau gelegen, wurde neu gestaltet. Im Wettbewerb um das schönste Dorf im Landkreis konnte sich Bischdorf seither mehrfach erfolgreich behaupten — und wurde auch auf Landesebene ausgezeichnet.
Die Tradition
Das jährliche Sport- und Dorffest steht für Außenstehende oft im Schatten einer anderen Veranstaltung — einer, die seit Jahrzehnten Jahr um Jahr Hunderte Schaulustige anzieht: das Bischdorfer Teichfahren. Was die Jugend des Ortes hier organisiert, muss man einmal gesehen haben. Ein Wettkampf, bei dem Mut, Gleichgewicht und Humor gleichermaßen gefragt sind — und das nasse Ende garantiert ist.
Florian Abt
Küchenstudio Kaltschmidt
Autohaus Liebsch GmbH & Co. KG
Ergotherapie Anja Reimer
Matthias Krause