Teichfahren Geschichte

Teichfahren in den 50er Jahren

Seit dem Jahr 1952 gibt es nun mittlerweile schon das Teichfahren in Bischdorf. Aber wie auch in anderen Dörfern gab es auch in Bischdorf ein kulturelles Leben vor 1952. Dies bedeutet, dass bis dahin ein jährliches Stollenreiten organisiert wurde. Doch im Laufe der Jahre gingen den Bischdorfern die Pferde aus und somit mussten sie sich überlegen ein anderes Fest bzw. eine neue Tradition ins Leben zu rufen. Die Jugend des Dorfes überlegte nicht lang und entschied sich eine Bretterbahn über den Dorfteich zu bauen. Im laufe der Jahre hat sich dieser zu einem fast nicht zu überwindenen Parcours entwickelt. Man muss sich vorstellen, dass die Fahrer ein Unterwasserbrett, eine Wippe und einen Bogen bewältigen müssen. Doch wenn man dies geschafft hat bedeutet dies nicht gleichzeitig, dass man den Bretterparcours trocken übersteht, denn es folgen eine weitere Wippe und ein Wellenbrett.
50er Jahre - Badewannenrennen

Badewannenrennen

Um es aber gleich hier anzukündigen, es gab bisher kein Teichfahren in dem es keiner geschafft hat den Bretterparcours zu überwinden. Man sollte also gespannt sein zu sehen wer es in diesem Jahr schafft die Bahn trocken zu bestehen. Beim Teichfahren gibt es aber nicht nur die Radler, die es versuchen Wippe, Bogen… zu bewältigen,
50er Jahre - Teichfahren 3

Damals wie heute – Publikumsmagnet

sondern es gibt auch Mädels aus der Bischdorfer Jugend die in alten Zinkbadewannen über den Teich paddeln und einen kleinen Parcours überqueren müssen. Wenn dies erfolgreich geschehen ist müssen sie eine Aufgabe auf einer erbauten Plattform auf dem Teich bewältigen. Danach dürfen die Mädels in den Wannen zurück zum Ufer paddeln und danach die Bretterbahn zu Fuß überqueren. Dies ist für die meisten Starterinnen genauso schwierig, wie für die Jungs mit dem Fahrrad da ein außergewöhnliches Gleichgewichtsgefühl die größte Voraussetzung darstellt. In Bischdorf gibt es aber Gäste die es jedes versuchen die erbaute Bahn zu bewältigen. Leider gibt es nicht viele die es schaffen. Insbesondere den Gästefahrern erscheint das Hindernis über den Teich nicht so schwer, deshalb kommt es immer wieder zu kleineren Verletzungen. Dies soll jedoch niemanden abhalten sich das Spektakel am Bischdorfer Dorfteich anzuschauen oder sogar daran teilzunehmen.
50er Jahre - Teichfahren

So sehen Sieger aus.

Teichfahren

Was ist Teichfahren?

Diese Frage stellen sich viele, die zum ersten Mal davon hören. Um es mal einfach auszudrücken: Man muss mit dem Fahrrad über einen schmalen Steg aus Brettern fahren, der über einen Dorfteich führt. Dieser Steg allerdings ist keinesfalls so einfach zu überqueren wie man es sich anfangs vorstellt. Die Bretter sind meist nur bis zu 15cm breit, es gibt eine Wippe, einen Rundbogen, ein schmales Brett mit nur 7cm Breite und ein Unterwasserbrett. Dazu kommt das dieser Steg nicht einfach nur geradeaus über den Teich führt, sondern in einer leichten “S-Form” gebaut wird. Wie ihr also seht – alles andere als einfach. Zu den ganzen Schikanen auf dem Teich kommt noch, das erst eine Dorfrunde gedreht wird bevor es auf den Steg geht. Dieses Schauspiel geht dann 3 Runden lang. Wer die Vorrunde geschafft hat, tritt dann im  Halbfinale gegeneinander an, bis das Finale entscheidet wer diesen Wettkampf als Geschicktester Radfahrer und somit als Gewinner hervorgeht. 1. Steg (Länge: ~40m) 2. Start/Ziel 3. Dorfrunde (Länge: ~500m)Komplette Renndistanz nach 3 Runden: 1600m!

Bischdorf

Bischdorf” – im südlichen Teil des Spreewaldes gelegen – tauchte erstmals 1415 unter dem Namem “Bischofdorff” in den Geschichtsbüchern auf. Hier einige historische Daten im Überblick:

  • Zugehörigkeit um 1600 zur Pfarrei Schönfeld
  • um 1700 zur Pfarrei Seese
  • ab 1768/1779 zur Herrschaft Lübbenau
  • 1913 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
  • ab 1933 eigener Bürgermeister

Bischdorf hat einen schönen Dorfanger indessen Mitte sich die gothische Feldsteinkirche befindet. Der Ort wurde 2002 sogar zum schönsten Dorf des Landkreises Oberspreewald-Lausitz gekürt. Der direkt angrenzende Bischdorfer See ging aus einem ehemaligen Tagebau, der zwischen 1960 und 1996 betrieben wurde, hervor. Seit Mitte 2000 wird er geflutet, damit auch dort in einigen Jahren ein attraktives Erholungsgebiet entstehen kann. Informationen: Etwa 220 Einwohner hat Bischdorf, dass durch die fast vier Jahrzehnte Bergbaugeschichte um Lübbenau geprägt worden ist, zur Zeit. War es zuerst von der Westseite her durch den Streckenbau der Kohlebahn nach Vetschau und dem Tagebau Seese betroffen, so folgte Anfang der achtziger Jahre mit der Erschließung des Tagebaus Seese-Ost die Beeinträchtigung von der Nord- und Ostseite her. Zahlreiche landwirtschaftliche Flächen mussten dem Bergbau geopfert werden, aber auch einige Häuser am Rand des Ortsteils in Richtung Kalkwitz und Dubrau wurden abgerissen.

Bischdorf hat einen eigenen Bahnhof und bis in die sechziger Jahre gab es neben der Dorfgaststätte auch das Bahnhofslokal. Jetzt halten allerdings hier keine Personenzüge mehr.

Nach 1989 ist in Bischdorf viel getan worden. Nicht nur der Dorfteich, unmittelbar an der durchgehenden Kreisstraße nach Calau gelegen, ist ordentlich gestaltet worden. Die Straßen wurden neu gepflastert, Fußwege sind angelegt und die Straßenbeleuchtung neu installiert worden. Die Straße teilt sich im Ortsteil und bildet eine längliche Insel, auf der die Kirche (14. Jahrh.), ein Bau aus Feldsteinen mit einem spitzen neugotischen Backsteinturm (1895), steht. Daneben ist das Denkmal für die Gefallenen und Opfer beider Weltkriege wieder aufgestellt worden.

Im Wettbewerb um das schönste Dorf im Landkreis konnte sich Bischdorf schon mehrmals erfolgreich behaupten. Auch beim Landeswettbewerb wurde der Ortsteil anerkennend geehrt und vom Kreis gab es eine Auszeichnung für die Aktivität

Das jährliche Sport- und Dorffest hier in Bischdorf steht für die Leute außerhalb stets im Schatten einer anderen traditionsreichen Veranstaltung, die seit langer Zeit, Jahr um Jahr, Hunderte Schaulustige anzieht: das Bischdorfer Teichfahren. Das muss man einmal gesehen haben! Die Jugend organisiert diesen Wettkampf, bei dem zunächst die Mädchen im Badewannenrennen gegeneinander antreten.

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